Eric Timmer
Mit 6 Jahren den ersten Kick gesetzt. Mit 16 dreifacher Weltmeister. Mit 20 im Senior-Nationalkader der Schweiz. Das ist erst der Anfang.
@ericsskf
Mit 6 angefangen. Noch lange nicht fertig.
Eric Timmer aus dem Aargau ist einer der talentiertesten Karate-Kämpfer der Schweiz. Was mit 6 Jahren und einem Kick begann, ist heute Weltklasse-Sport. Er kämpft im Schweizer Senior-Nationalkader, trägt die Swiss Olympic Card und hat sich in die Top 10 der WKF-Weltrangliste gekämpft — durch Disziplin, Verzicht und einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst.
Vom ersten Kick zur Weltbühne.
Mit 6 Jahren betrat Eric Timmer zum ersten Mal die Matte. Was ihn sofort faszinierte: die Kicks. Schnell, präzise, kraftvoll — sie wurden sein Markenzeichen. Sein Verein meldete ihn fürs Nationalkader, mit 11 Jahren wurde er selektioniert.
2015, mit gerade mal 15 Jahren, stieg er auf die grosse Bühne: An der WSKF-Weltmeisterschaft holte er Silber in seiner Kategorie — und zeigte der Welt, dass die Schweiz einen neuen Kämpfer hat. Ein Jahr später, mit 16, war er dreifacher Weltmeister bei der WKF World Series und krönte den Titel noch mit Gold im Team-Wettkampf.
Danach folgte der Sprung in die Karate1 Youth League — internationale Turniere, globale Erfahrung, harte Niederlagen und wichtige Siege. 2023 war sein Wendepunkt: Er wurde gleichzeitig ins Junior- und ins Senior-Nationalkader der Schweiz selektioniert und bestritt seine erste Senior-Europameisterschaft. 2024 folgte der 5. Rang an der U21-WM in Venedig und der erstmalige Sprung in die Top 10 der WKF-Weltrangliste. Danach erhielt er die Swiss Olympic Card — eine der höchsten Auszeichnungen im Schweizer Leistungssport, verbunden mit Sporthilfe-Förderung.
Nach einem Fingerbruch im 2025 kämpfte er sich zurück, wurde im November Schweizer Vizemeister und bereitet sich jetzt auf die Europameisterschaft 2026 in Frankfurt vor.
Fragen an Eric.
Ein Gespräch über Kampfsport, Disziplin und den langen Weg nach oben.
Lustig, spannend — und extrem ehrgeizig.
Die Nummer 1 der Welt werden. Und dieses Jahr: Den EM-Einzug in Frankfurt schaffen.
Ich stehe um 5 Uhr morgens auf und fahre nach Zürich zur Ausbildung — je nach Tag bis 12 oder 16 Uhr. Danach Training. Zuhause in Solothurn bin ich dann oft erst um 22, 23 Uhr. 10 Einheiten pro Woche. Anstrengende Tage — aber Tage, die ich liebe.
2020 habe ich bei einem 150-km-Lauf vier Bänder gerissen. 11 Monate konnte ich keinen Sport machen. Das war brutal — aber es hat mich mental extrem gestärkt.
Man weiss nie, was der Tag noch mit sich bringt. Du solltest den Tag nicht nach dem Morgen beurteilen — ein Buch nicht nach dem Cover.
Conor McGregor — wegen seiner Mentalität. Er bleibt sich immer treu, egal wo er ist. Das Team steht 100% hinter ihm, seine Präparation und Mentalität auf solche Events ist beeindruckend. Man kann ihn hassen oder lieben — aber seine Sportmentalität ist für mich etwas sehr Grosses.
Hör auf dich selbst und lass dir von niemandem etwas ausreden. Viele wollten mich verspotten oder auslachen, weil ich diesen Sport gemacht habe. Bleib dir treu.